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PVT-Kosten: Investition und Strom­verbrauch sinnvoll vergleichen

PVT-Kosten bestehen aus der vollständigen Investition und den laufenden Betriebskosten. Ein pauschaler Preis oder eine garantierte Ersparnis lässt sich aus den vorliegenden Unterlagen nicht ableiten. Für einen Vergleich müssen Leistungsumfang, Wärmebedarf, angenommene Jahresarbeitszahl und Strompreis zusammenpassen.

Die kurze Antwort

PVT-Kosten bestehen aus der vollständigen Investition und den laufenden Betriebskosten. Ein pauschaler Preis oder eine garantierte Ersparnis lässt sich aus den vorliegenden Unterlagen nicht ableiten. Für einen Vergleich müssen Leistungsumfang, Wärmebedarf, angenommene Jahresarbeitszahl und Strompreis zusammenpassen.

Kupferbaugruppe einer Heizungsanlage in Nahaufnahme

Was in das Angebot gehört

Ein vollständiges PVT-Angebot umfasst Kollektoren und Montage, Wärmepumpe, Soleleitungen, Speicher, Regelung, elektrische Arbeiten und Inbetriebnahme. Dacharbeiten, Anpassungen an Heizflächen und ein optionaler Batteriespeicher werden gesondert ausgewiesen. Für den Vergleich mit einer Luftwärmepumpe gehört dort eine vergleichbare Photovoltaikanlage dazu. Ein Preis nur für das Gerät beantwortet die Investitionsfrage nicht.

Wie die Verbrauchskosten entstehen

Für eine erste Rechnung wird die jährliche Wärmeabgabe durch eine angenommene Jahresarbeitszahl geteilt. Das ergibt den Strombedarf der betrachteten Anlage. Multipliziert mit dem Strompreis entstehen die Strombezugskosten*. Die Messgrenze muss Quellenpumpen und elektrische Zusatzheizung bei beiden Varianten gleich behandeln.

Ein Rechenbeispiel macht den Einfluss sichtbar

Bei 18.000 kWh Wärmeabgabe im Jahr und einer angenommenen Jahresarbeitszahl von 3 entstehen 6.000 kWh Strombedarf. Bei einer angenommenen Jahresarbeitszahl von 4 sind es 4.500 kWh. Ein angenommener Tarif von 30 ct/kWh* ergibt 1.800 Euro* beziehungsweise 1.350 Euro* jährliche Stromkosten. Die Differenz von 450 Euro* beschreibt nur dieses Beispiel. Sie ist weder eine PVT-Prognose noch eine zugesagte Ersparnis.

Solarstrom passend anrechnen

Eigener Solarstrom kann den Netzbezug verringern, wenn Erzeugung und Verbrauch zeitlich zusammenpassen. Die Jahresproduktion der PV darf deshalb nicht einfach vom Jahresverbrauch der Heizung abgezogen werden. Winterbetrieb, Warmwasser im Sommer und gegebenenfalls der Speicher werden getrennt betrachtet. Bereits vorhandene PV-Erträge sind kein neuer Nutzen der PVT-Investition.

Verbrauchskosten sind nicht die Gesamtkosten

Zur Entscheidung gehören zusätzlich Investition, Wartung, Finanzierung und gegebenenfalls Ersatzteile. Fördermittel werden erst mit den zum Projekt passenden, aktuellen Bedingungen berücksichtigt. Eine Modellrechnung dient der Orientierung; für ein Angebot werden Annahmen durch Gebäudedaten und eine konkrete Auslegung ersetzt.

* Was die Kostenzahlen bedeuten

Alle mit * markierten Kosten sind geschätzte Rechenwerte mit den jeweils genannten Annahmen. Sie sind kein Angebot und keine Ertragsgarantie. Das Beispiel enthält keine Investition, Förderung, Wartung, Finanzierung oder zeitaufgelöste Eigenstromrechnung.

Quellen und Einordnung Fraunhofer ISE: WP-QS im Bestand, Ergebnisse 2025 (Feldforschung; keine PVT-Prognose): https://www.ise.fraunhofer.de/de/forschungsprojekte/wp-qs-im-bestand.html Consolar: SOLINK-Schulung, 24.09.2026, insbesondere S. 13 und 81–82 sowie Abschnitte zu Schnee und Montage (Herstellerunterlage; Aussagen gelten für das beschriebene System): https://www.consolar.de/wp-content/uploads/2026/09/2026_09_24_SOLINK_DE-Praesenzschulung-FFM.pdf Gespräch mit Frank vom 28.10.2026 und bereitgestellte Projektunterlagen; persönliche Projekterfahrung.

Rote Löwen · Braunschweig und Region

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